Kunst im Bahnhof

Bericht im Uelzener Anzeiger 3. Januar 2015 Seite 4

Fotogilde Uelzen stellt originelle Bilder aus

Uelzen. In der Stadt Uelzen und auch in Orten des Landkreises hat die Fotogilde Uelzen in den letzten Jahrzehnten immer wieder die Gelegenheit gehabt, sich durch Ausstellungen in die kulturelle Szene mit einzubringen. Für das Jahr 2015 jedoch steht dem Verein nun das Restaurant „Lässig“ im Hundertwasser-Bahnhof Uelzen ganzjährig als Ausstellungsort zur Verfügung. Den Reigen der Fotoausstellungen eröffnet, wie könnte es anders sein, eine Zusammenstellung von Fotos zum Thema „Bahnhof“. Gezeigt werden ab Sonntag, 11. Januar, 11.01 Uhr 8Ausstellungseröffnung) unter anderem Arbeiten, die Bahnhofsszenen darstellen, sowie Bahnhöfe aus aller Welt und auch Rückblicke in die Vergangenheit.

Die Resonanz bei den Mitgliedern des Fotoclubs, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, war erfreulich groß. Von 13 Fotografen wurden über 200 Arbeiten eingereicht, die dann auf eine Auswahl von 70 reduziert wurden. Aber auch diese Menge lässt sich nicht in einer einzigen Ausstellung präsentieren, so dass nach einem Zeitraum von 2 Monaten die Fotos im Restaurant ausgetauscht werden und dazu noch parallel in der „Neuen Apotheke“ weitere Fotos gezeigt werden. Der Termin des Wechselns ist gekoppelt an einen Vortrag des Fotografen Albert Schütze zum Thema „Verlassene Bahnhöfe“ und wird entsprechend noch bekannt gegeben.

Der Uelzener Fotoclub „Fotogilde“ besteht seit nunmehr 35 Jahren und hat sich in dieser Zeit immer wieder den technischen Herausforderungen der Fotografie gestellt, angefangen von eigenen schwarz-weiß Vergrößerungen im heimischen Badezimmer, das dazu zur Dunkelkammer umfunktioniert werden musste bis zu den heutigen Möglichkeiten, die die moderne Digitalfotografie bietet. Aber auch die Geselligkeit darf in einem Verein nicht zu kurz kommen. So finden neben den Vereins- und Praxisabenden auch häufiger ein- oder mehrtägige Ausflüge statt, wobei natürlich auch die Kameras in Aktion kommen müssen. Ein weiterer zentraler Punkt der Aktivitäten ist der Austausch mit französischen Fotografen. Wechselnde Besuche mit gemeinsamen Ausstellungen und Präsentationen prägen die engen freundschaftlichen Bande. Ein wichtiges Vorhaben der Fotogilde für die Zukunft ist es, die ernsthaftere Fotografie der Jugend näher zu bringen. Die Qualität der mit dem Smartphone aufgenommenen Fotos ist unter günstigen Voraussetzungen derer mit hochwertigen Digitalkameras fotografierten Aufnahmen vergleichbar und eigentlich zu schade, um nur als Gag benutzt zu werden. Es ist eben nur eine Frage der Ernsthaftigkeit, um auch „Selfies“ zu einem Fotothema oder Wettbewerb zu machen.

Bilder: